Räuchermännchen und Medizin!?!
Was das traditionelle, im sächsischen Erzgebirge entstandene Räuchermännchen mit Medizin zu tun hat ist sicher nicht immer nachvollziehbar. Nachdem ich mir jedoch bei lob.de ein Medizinbuch über die Medizin des 18. Jahrhunderts bestellt habe, wurden mir Zusammenhänge bewusst, welche man auch heute nutzen kann. Damals ging man davon aus, dass Krankheiten in der Luft in Kombination mit schlechtem Geruch entstehen. Demzufolge ging man davon aus mit gutem Duft auch Krankheiten loszuwerden. Weiterhin stellte Rauch damals die Verbindung zwischen Himmel und Erde dar. Die je nach Sorte zum Beispiel nach Weihrauch, Sandelholz, Kiefer oder Waldhonig duftenden Räucherkerzen haben einen starken Geruch und überdecken durchaus Gerüche. Durch die vielfältigen Formen, Arten und Themen in welchen man die Räuchermännchen heute findet, steht einem ganzjährigen Gebrauch nichts im Wege. Es gibt fast alle Berufe, medizinische, handwerkliche, kaufmännische, Fantasiefiguren und natürlich auch traditionelle Räuchermänner wie Nachtwächter und Wichtel. Mittlerweile ist ja die entspannende Wirkung von Düften und Dämpfen bekannt.
Warum sollte man also diese Düfte nicht auf traditionelle Art aus einem erzgebirgischen Räuchermann kommen lassen? Die Räucherkerzen haben heutzutage alle möglichen Düfte, zum Beispiel Orange, Zitronengras, Erdbeere, Tannenduft, Lavendel, Pinie und Patschuli und ermöglichen daher auch eine nicht ausschließlich weihnachtliche Bedampfung. Im Gegensatz zu den Duftschalen ist eine Überdosierung schwierig, da die Räucherkerze ja ein Ende hat und dann auch der Duftausstoß aufhört. Es gibt nichts Schöneres als am Abend entspannt vor einem Räuchermännchen zu sitzen, den Dampf ziehen zu sehen und sich zu entspannen. Um der Tradition gerecht zu werden, bin ich ins Erzgebirge gefahren um mir hier ein Räuchermännchen günstig zu kaufen.

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